Direkt zum Inhalt

Glossar

Filterblase

Definition

Der Begriff Filterblase (engl. Filter bubble) wurde durch Eli Pariser und sein gleichnamiges Buch "Filter bubble: Wie wir im Internet entmündigt werden" populär. Die Filterblase beschreibt den nach Außen abgeriegelten Raum, der durch die Filteralgorithmen auf Seiten wie Facebook, aber auch über Suchmaschinen wie Google kreeirt wird. Diese Filteralgorithmen sind so programmiert, dass sie einem Nutzer immer mehr von dem anzeigen, was er sich zuvor schon oft angesehen hat. Dies soll dem Nutzer die Inhalte zeigen, die er mag. Eine Technik die vorwiegend aus Marketinggründen angewandt wird, um so Produkte besser zu plazieren und die Verweildauer des Nutzers auf Seiten wie Facebook zu erhöhen. Diese Technik hat allerdings den Haken, dass sie zu einer Homogenisierung in allen Bereichen dieser digitalen Blase führt, auch im politischen. Als Folge bekommen zum Beispiel Verschwörungstheoretiker vorwiegend Inhalte von den Algorithmen von Seiten wie Google, Facebook oder YouTube vorgeschlagen, die ebenfalls mit Verschwörungen zu tun haben. Im schlimmsten Fall führt dieser Umstand dazu, dass der Nutzer eine Art Tunnelblick bezüglich Themen wie Weltanschauung oder Politik bekommt, da alle anderen Inhalte, die diese Ansicht in Frage stellen würden, sozusagen herausgefiltert werden. Wenn der Nutzer dann nicht aktiv gegen die Filterblase arbeitet, können Echokammern entstehen [Link zum Artikel].

Oft werden die Begriffe Filterblase und Echokammer synonym benutzt. Wir von Das NETTZ sehen jedoch einen Unterschied. Während die Filterblase ein Effekt ist, der durch technische Manipulation verstärkt werden kann, kann der Echokammer Effekt auch sozusagen analog, in der Offline-Welt entstehen. Siehe dazu unseren Eintrag zu Echokammer [Link zu Artikel]

Zur Glossarübersicht
Zur Glossarübersicht
zum Newsletter
Newsletter-icon

Du willst zum Thema "Hass im Netz"
auf dem Laufenden bleiben?

Dann abonniere unseren
DAS NETTZ-Newsletter.