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Förderprogramm

Neue Impulse für eine konstruktive Diskussionskultur im Netz

Aus dem bisherigen Förderwettbewerb wird jetzt ein Förderprogramm. 

Unser Förderprogramm bietet neuen Ideen für eine konstruktive Diskussionskultur Spielraum zur Entfaltung und ersten Praxiserprobung. Hierzu vergibt Das NETTZ finanzielle Unterstützung an insgesamt drei Projekte, die sich gegen Hass im Netz, Desinformation und damit für eine konstruktive Diskussionskultur engagieren. Hier findet ihr die Teilnahmebedingungen.

Auf einen Blick

  • Ende der Bewerbungsfrist: 14.02.2021
  • Verkündung der Entscheidung für zehn Finalist*innen: 02.03.2021
  • Auswahl der drei Gewinner*innen-Projekte: 18.03.2021
  • maximale Fördersumme: 13.000 Euro pro Projekt  
  • Gewinner*innen-Projekte erhalten Coachings, beteiligen sich an Evaluierung ihrer Projekte und berichten während der Umsetzung in je zwei Blogartikeln
  • spätestens am 30.04.2022 sind die Projekte final umgesetzt (gerne auch früher)
  • Änderungen zu bisherigen Konditionen: weniger Projekte, dafür höhere Fördersummen, längere Laufzeiten, Coachings, Evaluierung. 

Den Gewinner*innen-Projekten bieten wir: 

  • Preisgelder bis 13.000 Euro pro Projekt (werden in zwei Tranchen ausgezahlt). 
  • Möglichkeit einen Zwischenstand der Projekte (z.B. Betaversion, Prototypen) Ende Oktober 2020 (voraussichtlich 26. oder 27.10.) weiteren potenziellen Geldgeber*innen zu präsentieren. Somit besteht die Möglichkeit, eine weitere Förderung für die Umsetzung der Idee oder ihrer Skalierung zu erhalten. 
  • mind. 2 Coachings während der ersten sechs Monate (Beispiele für Coachingmodule: Produkt & Strategie, Campaigning, Wirkungsmessung). Die Gestaltung des Coachingprogramms orientiert sich an den Bedarfen der ausgewählten Projektteams und kann sehr individuell gestaltet sein. Zusätzlich gibt die Jury eine Einschätzung, in welchen Bereichen sie zusätzliche Unterstützung für die Umsetzung der Ideen sinnvoll finden.  
  • Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe für Kommunikations- und Medienpsychologie der Friedrich-Schiller Universität Jena: Prof. Dr. Tobias Rothmund und Studierende des Masterstudienganges Öffentliche Kommunikation werden die Gewinner*innen-Projekte in Evaluierungsfragen begleiten (z.B. in Form eines Coachings). 

Von den Gewinner*innen-Projekten erwarten wir: 

  • regelmäßige Kommunikation mit dem NETTZ-Projektteam
  • ein (digitales) Erstgespräch mit dem NETTZ-Team
  • ein Interview mit einer Gruppe von Studierenden und Mitarbeiter*innen der Friedrich-Schiller Universität Jena als Vorbereitung für die Evaluierung des Projekts
  • weitere Termine mit dieser Gruppe bzgl. Zusammenarbeit bei Evaluierung
  • Teilnahme an mind. zwei Coachingterminen (thematischer Schwerpunkt wird im Erstgespräch mit dem NETTZ-Team festgelegt)
  • Verfassen von zwei Blogartikeln im Laufe der Projektumsetzung, die auf der NETTZ-Website veröffentlicht werden.

Damit hat dein Projekt gute Chancen:

  • Deine Projektidee ist innovativ und fördert eine konstruktive Diskussionskultur im Netz. Dies betrifft Projekte aus den Bereichen Anti-Hate-Speech, Bekämpfung von Desinformation, Extremismusprävention, Deradikalisierung und verwandten Themenfeldern. 
  • Wenn Du für eine digitale Komponente eines bereits bestehenden Projekts eine Teilfinanzierung brauchst (z.B. “wir wollten schon immer das Tool für die Analyse der Verbreitung von Hate Speech entwickeln”).
  • Die digitale Komponente ist keine Notwendigkeit. Deine Idee kann auch analog ausgerichtet sein, z.B. Workshops zum Umgang mit Hate Speech.
  • Dein eingereichtes Projekt ist mehr als nur eine Idee. Wir wünschen uns durchdachte Konzepte. Es muss noch keine technische Umsetzung sein, aber es sollte deutlich werden, dass du dir schon Gedanken gemacht hast über die Umsetzung, z.B. ein Grobkonzept oder ein Paper Prototype.
  • Diversität ist bei dir Thema: Du oder dein Verein repräsentierst/-en eine vielfältige Gesellschaft. Du hast marginalisierte Gruppen bei deiner Projektidee und Auswirkungen auf diese mitgedacht. 
  • Ihr wollt eure Idee in Zusammenarbeit mit einer anderen Organisation umsetzen? Sehr gerne! Um im Wirkungsbereich Kollaboration zu fördern, freuen wir uns ausdrücklich über Projekte, die organisationsübergreifend umgesetzt werden sollen. 

Auswahlprozess

Die Vorauswahl der Projekte trifft eine Jury, bestehend aus zwei Expert*innen im Themenfeld und dem betterplace lab. Die Vorauswahl erfolgt durch die Bewertung der Einreichung anhand eines Kriterienkatalogs und Punktevergabe. 

Das betterplace lab ergänzt diese breit gefächerte Expertise um eine fundierte digital-soziale Komponente und ist mit den anderen Jurymitgliedern gleichberechtigt in der Punktevergabe.
Jede Projekteinreichung wird vom betterplace lab und mindestens einem weiteren Jurymitglied bewertet (Zuordnung Projekteinreichung zum jeweiligen Jurymitglied erfolgt randomisiert).

Sollte es zu einem Punktegleichstand mehrerer Einreichungen (“Patt-Situation”) kommen, wird die Einteilung in thematische Kategorien herangezogen und die Entscheidung zugunsten eines diversen Themenspektrums ausfallen. Sollte sich auch hier eine Patt-Situation ergeben, wird ein weiteres, unabhängiges Jurymitglied bestimmt, um diese Patt-Situation aufzulösen.
Das betterplace lab behält sich vor, bei einer hohen Anzahl an Bewerbungen (mehr als 50 Einreichungen) eine Vorauswahl zu treffen und anhand des definierten Kriterienkatalogs eine Shortlist zu erstellen.

Mindestens eins der drei Gewinner*innen-Projekte soll sich explizit mit dem Thema Desinformation beschäftigen, sofern die Einreichungen dies zulassen. 

Die finale Förderentscheidung fällt community-basiert durch ein Community-Voting. Die zehn vorausgewählten Projekte haben die Möglichkeit, ihre Projektideen einem Publikum (v.a. zivilgesellschaftliche Initiativen aus der NETTZ-Community) zu pitchen. Die Community entscheidet so über die Gewinnerprojekte. Die Entscheidung findet im Frühjahr 2021 mithilfe eines digitalen Formats statt (voraussichtlich am 18.03.2021).

Daran musst du Dich halten

BEWERBUNGEN SIND AB JETZT WIEDER MÖGLICH

Die Bewerbung zum Wettbewerb erfolgt über das BEWERBUNGSFORMULAR, das Du bis spät. 14.02.2021 vollständig und wahrheitsgemäß ausgefüllt und abgeschickt haben musst. Du kannst einen maximal 5-seitigen Anhang mitschicken (Konzept, weitere Infos). 

Auch das Kleingedruckte ist bei uns wichtig. Deswegen beachtet bitte unsere Teilnahmebedingungen.

Förderpreis 2017

An unserer ersten Ausschreibung 2017 nahmen zehn Projekte teil. Der Jury für die Nominierung des Förderwettbewerbes gehörten Simone Rafael (Amadeu Antonio Stiftung, Belltower News) und Alexander Filipovic, (Leiter des Zentrums für Medienethik und digitale Gesellschaft) an. Die Jury nominierte zehn Finalist*innen.

Im Rahmen des Community Events pitchten die Finalist*innen ihre Projekte vor den Teilnehmenden, die daraufhin über ein Zuschauer-Voting über die Vergabe der Preise entschieden.

Das Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro ging an folgende Projekte:

Fearless Democracy für die Produktion von mehreren Daten-Stories und Live-Analysen mit Hilfe von Datenanalyst*innen -> Fearless Democracy im Portrait 

LOVE-Storm für eine dreitägige Ausbildung für zukünftige Trainer*innen -> Portrait

Diskutier Mit Mir e.V. für die Neuentwicklung der technische Infrastruktur und Erweiterung des gleichnamigen Tools durch neue technische Features -> Portrait

Tadel verpflichtet! e.V.  für die Entwicklung und Produktion von Videos für eine Gegenrede-Kampagne mit Strategien der Radikalen Höflichkeit  ->  Portrait

Künstlergruppe Gold Extra für die Umsetzung von TOOLS OF SUBVERSION, einem kollektiv erarbeiteten Netzkunstprojekt und digitalen Spiel, in dem Künstler*innen aus verschiedenen Sparten an Projekten der Gegenrede arbeiten -> Portrait

Eine ausführlichere Zusammenfassung zu den Gewinner-Projekten 2017 gibt es hier.

Förderpreis 2018

17 vielversprechende Projekte bewarben sich für den Förderwettbewerb 2018. Der Jury für die Nominierung gehörten NINA MÜHE (Projektleiterin CLAIM, Junge Islam Konferenz) und MATTHIAS QUENT (Direktor des Instituts für Demokratie und Zivilgesellschaft in Jena)
an. Die Jury nominierte zehn Finalist*innen.

Im Rahmen des Community Events pitchten die Finalist*innen ihre Projekte vor den Teilnehmenden, die daraufhin über ein Zuschauer-Voting über die Vergabe der Preise entschieden.

Das Preisgeld von insgesamt 20.000 Euro ging an folgende Projekte:

#ICHBINHIER für die Entwicklung des Tools “Hatecontrol“  ->  Portrait

Fakten gegen Rechts des Vereines Mensch Mensch Mensch e.V. für die Programmierung eines automatisierter Chatbots, der Fakten gegen Rechts für die Hosentasche bereitstellt -> Portrait

DISKUTIER MIT MIR e.V. für die Weiterentwicklung des gleichnamigen 1:1-Online-Debatten-Formates -> Portrait

Tadel verpflichtet! e.V. für die Erstellung einer Webinar-Reihe zur Kampagne RADIKALE HÖFLICHKEIT -> Portrait

Eine ausführlichere Zusammenfassung zu den Gewinner-Projekten 2018 gibt es hier

Förderpreis 2019

Die Jury 2019 bestand aus Jasna Strick (Autorin, Referentin) und Raul Krauthausen (Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit). Die dritte Jury-Stimme übernahm wie immer betterplace lab/Das NETTZ. 

Wir haben 15 Bewerbungen erhalten. Die unabhängige Jury hat zehn Finalist*innen ausgewählt. Beim Community Event wurden die ausgewählten Projekte am 6.6. live gepitcht. Die Teilnehmenden der Veranstaltung wählten im Anschluß per Zuschauervoting folgende Gewinner*innen aus: 

1. Platz: Gender Equality Media e.V. mit dem Projekt #UnfollowPatriarchy

2. & 3. Platz: Extremislos e.V. mit dem Projekt EXTREMISLOS GLÜCKLICH SEIN und Open History e.V. mit dem Projekt GeschichtsCheck,

4. Platz: Reconquista Internet mit dem Projekt Hassmelden

5. Platz: Kreisau-Initiative e.V. mit dem Projekt #weneedtotalk

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