Statement

Gegen den Rollback im Netz – Digitale Gewalt geht uns alle an!

Wir sind fassungslos über die Entscheidung des Landgerichtes Berlin vom 9. September 2019 zur Klage der Grünen-Politikerin Renate Künast betreffs übler Beleidigungen auf Facebook. Die Empörung in der Öffentlichkeit ist groß.

“Wir werden deshalb auch das nun folgende gerichtliche Beschwerdeverfahren finanziell und juristisch unterstützen, mit dem wir die Entscheidung des Landgerichts wieder kippen wollen"
Anna-Lena von Hodenberg
Geschäftsführerin bei HateAid gGmbH

Die Accounts von Frauen wie Renate Künast sind voll von beleidigenden Kommentaren und Bedrohungen, und das ist nicht neu. Wir finden keineswegs, dass das ein normaler Zustand ist. Frauen müssen sich im digitalen Raum gefahrlos bewegen können. Frauen müssen sich so laut und leise äußern können, wie sie wollen. Hate Speech und digitale Gewalt schränken die Freiheit von Frauen ein. Das entspricht nicht den Grundwerten unserer Gesellschaft und kann nicht so bleiben.

Zusammen mit anderen Frauen, die sich bereits in unterschiedlichen Kontexten gegen digitale Gewalt und Hate Speech engagieren, rufen wir auf: Gegen den Rollback im Netz – Digitale Gewalt geht uns alle an! 

Digitale Gewalt und #HateSpeech sind gesamtgesellschaftliche Probleme, deswegen müssen wir die Bekämpfung dieser Gewalt gegen Frauen zum Anliegen aller machen! Unterstützt unsere Forderungen!  Zu den Erstunterzeichnenden gehören u.a. Renate Künast, Sawsan Chebli, Petra Pau, Claudia Roth, Katja Grieger (bff), Kübra Gümüşay, Konstantina Vassiliou-Enz (Neue deutsche Medienmacher*innen), Maria Wersig (djb) u.v.m.

Darum unsere Bitte: Unterstützt unsere Forderungen! Verbreitet sie und setzt euch aktiv für deren Umsetzung ein. 

Unsere Forderungen findet ihr hier: http://frauengegendigitalegewalt.de/

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