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Forschung

Neue Lösungen für ein altes Problem

Zerknüllte Papierzettel auf einem Tisch © Death to the Stock Photo
© Death to the Stock Photo

Hate Speech – zumindest so, wie der Begriff dieser Tage besetzt ist – mag es erst geben, seitdem es das Internet gibt. Hass ist grundsätzlich schlimm, aber die Konsequenzen von Hassrede im Netz ziehen größere Kreise, als dies in der bilateralen Kommunikation der Fall ist. Der Rechtsanwalt Mike Godwin hat dafür, zugegeben halb sarkastisch, ein eigenes Gesetz formuliert: Laut Godwin’s Law erreicht jede Internet-Diskussion früher oder später den Punkt, an dem ein Nazi-Vergleich herangezogen wird. Was Godwin uns eigentlich damit lehren will: die Diskussionskultur im Netz ist nicht immer die schönste. Verhaltensregeln im Internet – sogenannte “Netiquette” – werden leider nicht von allen User*innen im Netz befolgt.

Die Gründe dafür mögen teilweise im Digitalen liegen. Die Anonymität, die eine Meinung hinter einer Tastatur genießt, wird einiges dazu beitragen. Vielleicht macht die entfernte Situation, etwas in die Internet-Sphäre zu tippen, auch Mut endlich, mal die Dinge zu sagen, die “man doch wohl noch sagen dürfen wird”. So oder so ist Hate Speech ein Symptom, dessen Ursache woanders liegt.

Förderwettbewerb bis zum 17. November 2017

Um die Wurzeln dieses Problems zu behandeln, dafür reicht ein Netzwerkdurchsetzungsgesetz nicht aus. Natürlich braucht es dazu mehr gesamtgesellschaftliche Diskussion. Doch auch verschiedene kleine Lösungen können den Weg zu einem großen Ziel – einer positiveren Debattenkultur im Netz – ebnen.

Um innovative Lösungen schnell in die Umsetzung zu bringen, gibt es unseren Förderwettbewerb. Hier können bis zum 17.11.2017 innovative Ideen eingereicht werden, die sich aktiv gegen Hass im Netz einsetzen. Von einer ausgeklügelten Kampagne bis zur Teilfinanzierung zu einem neuen digitalen Tool kann alles dabei sein.

Die letztliche Entscheidung, wer das Rennen macht, treffen die Aktivist*innen selbst: Im Community-Voting auf unserem Community-Event am 30.11&1.12.2017 in Berlin. Neben dem Voting ist hier vor allem die Community selbst angehalten, zu gestalten. Das offene Format der zweitägigen Veranstaltung lädt dazu ein.

Wenn Ihr dabei sein wollt, schreibt einfach eine Email mit dem Betreff “Anmeldung zum Community Event” an info@das-nettz.de.

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Autor

NETTZ-Redaktion

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