Sprachliche Strategien verbaler Ablehnung in öffentlichen Diskussionsforen im Internet

2007
Expertise
Empirische Studien
Grundlagen und Begriffseinordnung
Informationen
In:Verletzende Worte. Die Grammatik sprachlicher Missachtung.
transcript
Sonja Kleinke
S. 311–336
30,80 €

Der Beitrag von Sonja Kleinke beruht auf empirischen Studien. Ihr Material gewinnt Kleinke aus der Untersuchung der Kommunikationsabläufe in verschiedenen Internet-Foren. Die Grundfrage ihres Beitrags lautet, ob schon Praktiken verbaler Ablehnung sprachliche Gewalt darstellen. Sprachliche Ablehnungen werden von ihr als Sprechakte verstanden, die das Adressatenimage bedrohen und im Allgemeinen darin bestehen, dass eine Person ihr Nichteinversandensein mit der vorangegangen Äußerungen einer anderen Person artikuliert. Verbale Ablehnung untersucht Kleinke am Beispiel jender Gesprächssorte, in dem sich Ablehnungen besonders häufen: dem „Streitgespräch“. Aus der Perspektive der Höflichkeitsforschung klassifiziert Kleinke unterschiedliche Strategien, mit denen sprachliche Gewalt in Form von verbaler Ablehnung vollzogen wird. Dazu zählt sie unter anderem schon die negative Bewertung des propositionalen Gehalts, die ohne gesichtwahrende Maßnahmen vollzogen wird, oder auch die explizit negative Bewertung einer Person, indem dieser etwa unzureichende Kenntnisse unterstellt werden.

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