Veranstaltung

Was Zivilgesellschaft und Tech für ein Netz ohne Hass tun können

Speaker*innen des Panels sitzen auf dem Podium und diskutieren.
© Fotos: Das NETTZ | Stefanie Loos

Unser Community Event 2023 mit dem Titel „DELETE CACHE – Was Zivilgesellschaft und Tech für ein Netz ohne Hass tun können“ brachte zum siebten Mal Organisationen, Initiativen und Engagierte zusammen, die sich gegen Hass im Netz engagieren.



„In unserer DNA liegt das Verbindende“, sagt Nadine Brömme, Co-Geschäftsführerin von Das NETTZ, auf dem Panel „Wie Zivilgesellschaft und Tech zusammenarbeiten (können)“.



Hinter dem diesjährigen Motto steht die Erkenntnis, dass politisch motivierte Straftaten analog und digital immer stärker und öfter miteinander in Verbindung stehen und eine Gefahr für die Demokratie und Menschenrechte darstellen. Denn wenn wir uns mit der Verbreitung von Hass im Netz und Desinformationen beschäftigen, „müssen wir uns auch mit der technischen Komponente beschäftigen“, so Brömme weiter.

Gerade im Zuge der aktuellen Entwicklungen von Künstlicher Intelligenz müssen wir die Wirkungsweisen von sozialen Plattformen, digitalen Werkzeugen zur Erstellung von Deep Fakes sowie der dahinter liegenden Algorithmen verstehen.

Gemeinsam mit Yasmin Al-Douri (Responsible Tech Hub), Daniel Weimert (codetekt), Sabine Frank (YouTube) und Aline Blankertz (Wikimedia) diskutierte sie über gegenwärtige sowie zukünftige Herausforderungen aber auch Chancen von KI und Tech im Kampf gegen Hass im Netz.



 

Kritische Utopien?



So dystopisch die Themen KI, Deep Fakes und Hass im Netz zunächst auch stimmen mögen, die Prognose unserer Speaker*innen fiel weitaus neutraler aus.



Natürlich müssen aktuelle, durch KI und Tech beschleunigte Herausforderungen im Kontext digitaler Diskurse und Wissensproduktionen ernstgenommen werden. Dazu gehören sowohl die politische Ebene und die nötigen Regulierungen auf sozialen Plattformen, aber auch die nachhaltige Stärkung zivilgesellschaftlicher Kompetenzen in der Erkennung von Hate Speech und Desinformation.



Aline Blankertz und Yasmin Al-Douri setzten jedoch wichtige Impulse, indem sie uns daran erinnerten, dass KI gesellschaftliche Diskurse und Desinformationen nicht selbst generiert, sondern lediglich amplifiziert.

Yasmin Al-Douri spricht ins Mikrofon
© Fotos: Das NETTZ | Stefanie Loos

Die Antwort darauf ist eine stärkere Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Tech in der Überwindung aktueller demokratischer Herausforderungen auf allen Ebenen. So betont Al-Douri:

„Wir haben Voreingenommenheiten in unserer Gesellschaft, die bis heute nicht geklärt sind, und solange die nicht geklärt sind, werden wir das auch in der KI sehen.“
Yasmin Al-Douri
co-Founder Responsible Tech Hub

Auch in den Workshops ging es am zweiten Tag des Community Events sehr hybrid zu. Zivilgesellschaft und Tech trafen in interaktiven Workshops mit starkem Tech-Bezug aufeinander.

 

Tech und Zivilgesellschaft weiter denken



Auf das siebte NETTZ Community Event blicken wir mit vielen neuen und kritischen Impulsen zur Zusammenarbeit von Zivilgesellschaft und Tech im Kampf gegen Hass im Netz, und nehmen die Diskussionen und Fragen unserer zahlreichen Community-Mitglieder mit in die nächsten Projekte und Events als Vernetzungsstelle gegen Hate Speech.



Du bist neugierig geworden? Die gesamte Paneldiskussion zu Tag zwei kannst du dir auf unserem YouTube Kanal ansehen:

 

Hinweis

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Förderung

Das Community Event ist eine Veranstaltung von Das NETTZ für das Kompetenznetzwerk gegen Hass im Netz – gefördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Weitere Geldgeber*innen sind die Robert Bosch Stiftung GmbH sowie die Zoom Cares Fund/Tides Foundation. Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ, des BAFzA oder anderer Förderpartner*innen dar. Für inhaltliche Aussagen tragen die Autor*innen die Verantwortung.

 

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